Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Ackerbau bedeutete in Chongqing schon immer, gegen die Natur anzukämpfen. Über 70 Prozent seiner Fläche bestehen aus Hügeln und Bergen mit kleinen, verstreuten Parzellen, eingeklemmt zwischen Hängen, Schluchten und kurvigen Straßen. Einheimische scherzen manchmal, die Felder seien so winzig wie Handflächen oder Hühnernester.
Doch nun helfen Drohnen, das schwierige Gelände leichter zu bewirtschaften.
Während der Aussaat im Frühjahr bringen Drohnen Dünger auf die Felder aus, sprühen Pestizide und übernehmen die Aussaat von Reis. Die unbemannten Fluggeräte übernehmen einige der mühsamsten und eintönigsten Tätigkeiten, sodass die Landwirte nicht mehr so oft die Hänge mit schwerem Gerät hinauf- und wieder hinabsteigen müssen.
Die Effizienzsteigerungen sprechen für sich: Laut Jiang Lixiang, dem technischen Leiter der landwirtschaftlichen Technologiegenossenschaft Chongqing Tianzhongyang, kann eine Drohne pro Tag eine Fläche von etwa 20 Hektar düngen. Per Hand würde diese Arbeit zehn Bauern eine ganze Woche lang beschäftigen.
Neben dem Düngen und Versprühen von Pestiziden werden die Drohnen aber noch zu vielen weiteren Zwecken eingesetzt. Mit ihren Kameras und Sensoren können sie das Pflanzenwachstum überwachen, Schädlinge erkennen, gezielte Unkrautbekämpfung unterstützen sowie landwirtschaftliche Infrastruktur wie Feldwege und Bewässerungskanäle nach Unwettern inspizieren.
Für die Landwirtschaft in den Bergen Chongqings sind Drohnen längst mehr als nur Maschinen am Himmel. Sie sind praktische Werkzeuge, die den Bauern schwere Arbeiten ersparen, ihre Kosten senken und moderne Agrartechnik zu schwer zugänglichen Feldern bringen.
