Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Behörden in Beijing haben ihre Maßnahmen zum Hochwasserschutz weiter ausgebaut, da die chinesische Hauptstadt am Montag offiziell in die diesjährige Hochwassersaison eingetreten ist. Die zuständigen Stellen bereiten umfassende Unterstützungs- und Vorsorgemaßnahmen vor, um die Fähigkeiten zur Notfallreaktion weiter zu verbessern.
Bereits vor Beginn der Hochwassersaison führten die Behörden Inspektionen an besonders gefährdeten Standorten durch, beseitigten erkannte Risiken und setzten Verbesserungsmaßnahmen an überschwemmungsgefährdeten Orten um. Gleichzeitig wurden die Kapazitäten der Stadt in den Bereichen Überwachung, Prognose und Frühwarnung weiter gestärkt.
Nach Angaben der Verantwortlichen wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket umgesetzt. Dabei kommen moderne Überwachungstechnologien und Drohnen zum Einsatz, um die Hochwasserschutzarbeit in den Vororten und den umliegenden Gebieten der Hauptstadt zu unterstützen.
„Zusätzliche unterirdische Wasserstandsmessgeräte wurden installiert. Alle 440 Geräte sind inzwischen vollständig in Betrieb. Das System ermöglicht die Überwachung sämtlicher 36 grenzüberschreitender Flüsse sowie 11 grenzüberschreitender Entwässerungsgräben an Gemeinde- und Stadtgrenzen. In den Bergregionen wurden zudem 39 neue Super-Basisstationen errichtet, die Signalabdeckung an 146 Dorfstandorten optimiert und 11 drohnengestützte Kommunikationsbasisstationen eingesetzt, um die Notfallkommunikation im Hochwasserschutz zu verbessern“, erklärte Li Yu, stellvertretender Leiter des Beijinger Amts für Notfallmanagement.
Derzeit wurden in Beijing mehr als 9.600 geologische Gefahrenstellen identifiziert. Diese befinden sich überwiegend in den nördlichen und westlichen Bergregionen der Hauptstadt.
Vor Beginn der Hochwassersaison wurden umfassende Hausbesuche und Risikokontrollen durchgeführt. Darüber hinaus legten die Behörden je nach Warnstufe entsprechende Evakuierungszonen fest. Für die Bewohner der Bergdörfer wurden mehr als 1.000 Notunterkünfte eingerichtet. Zusätzlich wurden verschiedene technische Schutzmaßnahmen umgesetzt.
Xu Jingyao, stellvertretender Leiter der Gemeinde Hebei im südwestlichen Bezirk Fangshan, erläuterte die Maßnahmen zur Stabilisierung gefährdeter Hänge:
„An Orten wie diesem, an denen das Gelände besonders steil ist, der Boden locker ist und sich unmittelbar darunter Wohnhäuser befinden, haben wir Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Mithilfe von Betongitterkonstruktionen stabilisieren wir die Hänge und reduzieren so das Risiko von Erdrutschen.“
Die Stadtverwaltung setzte außerdem wichtige Arbeiten wie die Ausbaggerung von Flussläufen, die Beseitigung von Hindernissen sowie den Wiederaufbau hochwasserbeschädigter Anlagen fort. Betroffen sind sechs große Flüsse, darunter der Yongding-Fluss, sowie rund 20 wichtige Gebirgsbachläufe.
„Vor Beginn der Hochwassersaison haben die städtischen Verwaltungs- und Vollzugsbehörden sämtliche wasserbezogenen Projekte inspiziert, die zuständigen Flussverwaltungsstellen kontaktiert und den Betrieb sowie die Testläufe aller Schleusen- und Pumpstationen der Stadt überprüft, um sicherzustellen, dass sie während der Hochwassersaison ordnungsgemäß funktionieren“, sagte Xu Yin, stellvertretender Leiter der Fengtai-Abteilung der Wasserverwaltungsaufsicht beim Beijinger Amt für städtische Verwaltungs- und Vollzugsangelegenheiten.
Die Feuerwehr- und Rettungsdienste Beijings haben darüber hinaus 470 mobile Patrouilleneinheiten an wichtigen Standorten stationiert. Dazu gehören von Sturzfluten bedrohte Bergdörfer, andere Risikogebiete sowie Bahnhöfe.
Die Einsatzkräfte befinden sich in ständiger Bereitschaft und können im Bedarfsfall sofort eingesetzt werden, um Kommunikations- und Rettungsaufgaben zu übernehmen sowie die Versorgung mit Hilfsgütern sicherzustellen.
