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Erfolg für den Artenschutz: Seltene Schweinswale nach jahrelanger Erhaltungszucht in den Jangtse-Fluss entlassen

Erfolg für den Artenschutz: Seltene Schweinswale nach jahrelanger Erhaltungszucht in den Jangtse-Fluss entlassen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Vom Aussterben bedrohte Schweinswale werden nach jahrelanger Erhaltungszucht außerhalb ihres natürlichen Lebensraums nun in den Jangtse-Fluss entlassen, was zur raschen Erholung ihrer Bestände beiträgt.

Der Jangtse-Schweinswal, auch bekannt als „lächelnder Engel“, ist eine endemische Art Chinas und steht unter nationalem Schutz erster Klasse. Sein Populationsstatus gilt als Barometer für das ökologische Umfeld des Jangtse-Flusses.

Offiziellen Daten vom Januar zufolge ist die Population des Jangtse-Schweinswals auf 1.426 Tiere gestiegen mit einem Zuwachs von 177 Tieren im Vergleich zur Erhebung von 2022. Dies ist auf ein zehnjähriges Fischereimoratorium im Jangtse zurückzuführen, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat.

Da die Bestände außerhalb des natürlichen Lebensraums gut gediehen und sich ihrer Umweltkapazität annäherten, begannen Wissenschaftler mit neuen Bemühungen, die Tiere wieder in den Hauptstrom des Jangtse einzuführen.

Die Wissenschaftler wählten Laowan, einen Altarm im Abschnitt Xinluo des Jangtse, als Chinas erste Auswilderungsbasis für die Schweinswale. Dort lernen diese, in Strömungen zu schwimmen, zu jagen, und sich an Schiffsgeräusche anzupassen.

Qiu Jiansong, Postdoktorand am Institut für Hydrobiologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, betonte, dass die saisonalen Wasserspiegelschwankungen in Laowan denen des Jangtse-Hauptstroms ähneln.

„Dieser Ort ist mit dem Jangtse verbunden, sodass die Fließgeschwindigkeit saisonalen Schwankungen unterliegt, was der natürlichen Umgebung des Jangtse sehr nahekommt. Da hier weder künstlich Fischbrut ausgesetzt wird noch menschliche Eingriffe erfolgen, entsprechen Häufigkeit und Vielfalt der Fischressourcen weitgehend denen des Jangtse“, erklärte er.

Ende letzten Jahres erhielt die Auswilderungsbasis zwei neue Schweinswale. Derzeit werden sie im Altarm von Laowan trainiert und sollen noch in diesem Jahr ausgewildert werden.

„Wir führen regelmäßige Gesundheitskontrollen durch. Wir fangen sie, führen Untersuchungen durch und bewerten ihre Gesundheitsindikatoren. Wir untersuchen ihr äußeres Erscheinungsbild, ihren körperlichen Zustand, ihr Gewicht und ihre Körperlänge, um festzustellen, ob ein messbares Wachstum stattgefunden hat.“

Nach der Auswilderung werden die Forscher die Schweinswale weiterhin verfolgen und erforschen, ihre Bewegungsmuster beobachten und prüfen, ob sie sich in wilde Schweinswalgruppen integrieren können, um Daten für künftige groß angelegte Auswilderungsprojekte zu sammeln.

„Bei der Gruppe von Schweinswalen, die Ende 2025 ausgewildert wurde, konnten wir mit Drohnen beobachten, dass sie sich bereits einen Tag nach der Auswilderung in wilde Gruppen integriert hatten“, so der Hydrobiologe.

MIL OSI