Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Xu Kai restauriert in seinem Atelier in Taiyuan in der nordchinesischen Provinz Shanxi ein Kulturgut. (Foto vom 29. April 2026, Yang Chenguang/Xinhua)
Xu Kai ist Restaurator für Keramikrelikte am Shanxi-Museum. Mit 27 Jahren Berufserfahrung hat der 48-Jährige unzähligen wertvollen Artefakten neues Leben eingehaucht, von neolithischer Keramik bis hin zu offiziellem Ofenporzellan der Ming- (1368–1644) und Qing-Dynastie (1644–1911).
Durch ständiges Lernen und Verfeinern hat Xu eine Reihe von Restaurierungstechniken für antike Keramik entwickelt, die auf dem Prinzip „Ein Artefakt, ein Restaurierungsplan“ basieren.
Die größte Herausforderung neben der reinen äußerlichen Restaurierung besteht darin, den ursprünglichen Charakter und Charme jedes einzelnen Stücks wiederherzustellen. Vor jeder Restaurierung studiert Xu sorgfältig die Handwerkskunst und die Merkmale des Objekts – ein Prozess, den er als stillen Dialog mit den Kunsthandwerkern der Antike versteht.
„Was wir restaurieren, ist nicht nur das Aussehen eines Objekts, sondern Fragmente der Geschichte selbst“, erklärt Xu und fügt hinzu, dass er seine Arbeit stets mit tiefem Respekt verrichtet habe. 2023 gewann Xu dafür den ersten Preis in der Kategorie Keramikrestaurator beim Nationalen Wettbewerb für Berufsausbildung im Bereich Kulturerbe und wurde kürzlich auch mit einem nationalen Preis für Kunsthandwerk im Bereich Kulturerbe ausgezeichnet. Tag für Tag, während die Reliquien zu neuem Leben erwachen, hat die Arbeit ihre Spuren hinterlassen: nachlassendes Sehvermögen und chronische Schulter- und Nackenverspannungen.
„Ich hoffe, dass sich die Restaurierungstechniken weiterentwickeln, damit Kulturgüter wissenschaftlicher und umfassender erhalten werden können“, sagt Xu. „Das wird auch den Besuchern helfen, die Artefakte besser zu verstehen, eine Verbindung zur Geschichte herzustellen und die Relikte zum Leben zu erwecken.“
