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Brasilianische Kulturministerin: Brasilien will kulturellen Austausch mit China ausbauen

Brasilianische Kulturministerin: Brasilien will kulturellen Austausch mit China ausbauen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Brasilien will im Rahmen des chinesisch-brasilianischen Kulturjahres den kulturellen Austausch mit China ausweiten, wobei die Kreativwirtschaft eine zentrale Rolle spielen soll. Dies erklärte Kulturministerin Margareth Menezes in einem Interview.

Menezes bezeichnete die Kreativwirtschaft als einen Schwerpunkt der brasilianischen Regierung und hob die wichtige Rolle der Künste für die Förderung der bilateralen Beziehungen hervor.

Menezes, die fast vier Jahrzehnte lang als Sängerin tätig war, brachte brasilianische Musik und Kultur auf Bühnen in aller Welt, darunter auch bei einem Auftritt im Jahr 2016 in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau.

Mit Blick auf ihren Besuch in China im Jahr 2023 gemeinsam mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erklärte sie, die Reise habe die Möglichkeiten für bilateralen Austausch und Zusammenarbeit deutlich erweitert.

China verfüge über umfangreiche Erfahrung in der Kreativwirtschaft, einem Bereich, den die brasilianische Regierung gezielt fördern wolle, so die Ministerin.

„Wir arbeiten mit großem Einsatz daran. Die Kreativwirtschaft ist eines der zentralen Themen, mit denen wir uns befassen. China verfügt in diesem Bereich über sehr umfassende Erfahrung. Ziel dieser Kooperationsabkommen ist es daher auch, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern und chinesische Investitionen nach Brasilien zu bringen. In diesem Zusammenhang haben wir seit Beginn unserer Amtszeit Investitionen getätigt, um diesen Bereich weiter auszubauen. Wir wollen dieses Verständnis stärken und die brasilianische Gesellschaft dafür sensibilisieren, dass es sich hierbei um eine eigenständige Industrie handelt“, sagte sie.

Die kulturelle und ethnische Vielfalt Brasiliens sei eines der größten Potenziale des Landes und spiele eine entscheidende Rolle dabei, brasilianische Kultur international sichtbar zu machen, so die Ministerin.

„Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, diese kulturelle Vielfalt zu fördern und sie als grundlegenden Bestandteil unserer Identität zu begreifen. Brasilien überrascht die Welt durch seine Vielfalt. Ein Beispiel ist der audiovisuelle Sektor. Zum ersten Mal gelingt es uns, brasilianische Produktionen auf einer breiteren internationalen Bühne zu präsentieren. Auch die Vereinbarungen mit China tragen dazu bei, die Sichtbarkeit brasilianischer Kultur in Asien zu erhöhen. In vielerlei Hinsicht arbeiten wir daran, das Potenzial unserer kulturellen Vielfalt als Soft Power zu entfalten“, erklärte sie.

Menezes ist zudem überzeugt, dass Brasilien derzeit neue Räume für schwarze und indigene Stimmen in Kultur und Politik eröffnet. Dies stelle einen in der Geschichte des Landes beispiellosen Schritt dar.

„Das ist von großer Bedeutung, denn erstmals in unserer Geschichte gelingt es, dass schwarze Menschen und Menschen indigener Herkunft Zugang zu diesen Bereichen erhalten. Wenn man nur einen Teil der Bevölkerung berücksichtigt, schränkt man die Vielfalt der Ideen und damit auch das kreative Potenzial ein. Ich vertrete hier nicht nur meine eigene Gruppe. Im kommenden Jahr werde ich auf eine 40-jährige Karriere zurückblicken. Diese international anerkannte Laufbahn ermöglicht es mir, diese Perspektive einzunehmen und die Stärke der brasilianischen Kultur zu verstehen“, so die Ministerin.

MIL OSI