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Präsidentin der „Tiantan“-Jury Juliette Binoche: „Ich suche Originalität und Authentizität“

Präsidentin der „Tiantan“-Jury Juliette Binoche: „Ich suche Originalität und Authentizität“

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Während die Bewertungsphase für die „Tiantan“-Awards des 16. Internationalen Filmfestivals Beijing läuft, erklärte Jurypräsidentin Juliette Binoche am Freitag, sie suche bei den diesjährigen Einreichungen vor allem Originalität und Authentizität.

Das Filmfestival, das vom 16. April bis 25. April läuft, bietet ein breites Filmspektrum und gipfelt in der Verleihung des höchsten Preises, des „Tiantan“-Awards.

In diesem Jahr gingen mehr als 1.800 Einreichungen aus 139 Ländern und Regionen ein, wobei internationale Beiträge 88 Prozent ausmachten. Zwölf Filme wurden auf die Shortlist gesetzt, darunter vier aus China und acht aus dem Ausland.

Juliette Binoche, eine der angesehensten französischen Schauspielerinnen und diesjährige Jurypräsidentin, betonte, die Jury müsse jedem Film bis zum Schluss offen gegenüberstehen. „Ich möchte etwas Neues sehen, etwas, das ich noch nie gesehen habe. Wir stehen kurz davor, täglich Filme zu sichten. Wir diskutieren und Sie wissen: Bei einem Juryprozess entscheidet man keinen Preis vor dem Ende – Denn man muss auch dem letzten Film, den man sehen wird, bis zum Schluss eine Chance geben.“

Binoche arbeitet zum ersten Mal in einer Jury mit chinesischen Filmemachern zusammen – eine Erfahrung, die sie als aufregend und bereichernd beschrieb. Sie lobte vor allem den Regisseur Bi Gan. „Ich bin so begeistert, dass Bi Gan in der Jury ist. Ich liebe seine Filme. In Cannes haben wir seinen Film ‚Resurrection‘ mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Jedes Mal dachte ich: Das kann nicht real sein. Ich war fasziniert von seinem Wagemut, seiner Fantasie und der Art, wie er Geschichten erzählt. Es gibt niemanden wie ihn.“

Als ihr Leitprinzip hob Binoche den Wert von Aufrichtigkeit und Dialog im Jurierungsprozess hervor. „Das Prinzip ist, ehrlich zu dem zu sein, was man denkt, fühlt und hinterfragt – und einander zuzuhören. Ich war in verschiedenen Jurys und habe erlebt, wie sich meine eigene Meinung durch das Ansehen der Filme und das Zuhören der anderen wirklich verändert hat. Das ist ein sehr interessanter Prozess.“

MIL OSI