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Unesco-Pfahlbauten im Inkwilersee sind nun für Jahrzehnte geschützt

Unesco-Pfahlbauten im Inkwilersee sind nun für Jahrzehnte geschützt

Source: Switzerland – Canton Bern Government in German

Das Bauvorhaben war von der Planung bis zur Umsetzung komplex und aufwendig. Nachdem die Tauchequipe des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern das Verlegen des Gitters unter Wasser getestet hatte, starteten Anfang Oktober 2025 die Bauarbeiten. In einer ersten Etappe wurden das Unterholz ausgelichtet und nicht standortgerechte oder kranke Bäume gefällt. Anschliessend wurden die Biberbauten abgebaut, die eingestürzten Bibertunnel mit einem Erde-Häcksel-Gemisch aufgefüllt und die Uferböschung und die ausgespülten Buchten mit Kies ausgeebnet und aufgefüllt.

Unter Wasser rollten die Mitarbeitenden der Tauchequipe fünf Bahnen Nagetiergitter auf dem eingeebneten Seegrund aus, auf der Insel schützten Baumitarbeiter mit den Gitterbahnen den Boden. Die einzelnen Bahnen wurden überlappend verlegt, zusammengeheftet und mit einer Deckschicht versehen. So wird verhindert, dass sich Tiere im Gitter verfangen oder sich daran verletzen. Im Uferbereich sichert zusätzlich ein Jutenetz diese Deckschicht vor der Erosion.

MIL OSI