Source: Switzerland – Canton Bern Government in German
Einigung erzielt: Kanton Bern, KWO und führende Verbände einigen sich auf umfangreiche zusätzliche Massnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft.
Grundlage für Ausbau der Speicherausbauprojekte: Die Vereinbarungen komplettieren die Konzessionsgesuche für die beiden Speicherausbauprojekte Trift und Vergrösserung Grimselsee der KWO. Für das weniger weit fortgeschrittene dritte Speicherausbauvorhaben Vergrösserung Oberaarsee legen sie zudem einen Grundstein.
Beschwerdeverzicht der Verbände: Die beteiligten Verbände verpflichten sich, auf Rechtsmittel bei den beiden bereits hängigen Konzessionsprojekte Trift und Vergrösserung Grimselsee zu verzichten.
Umfassendes Massnahmenpaket:
- 53 Fliessgewässer oder Gewässerabschnitte werden im Kanton Bern von einer Nutzung für den Bau von neuen Wasserkraftwerken oder wesentliche Erweiterungen von bestehenden Wasserkraftwerken ausgenommen
- Rückbau von Fassungsbauwerken an der Simme und an der Emme
- Bau- und Nutzungseinschränkungen in drei sensiblen Gletschervorfeldern
- Biodiversitätsförderung durch konzeptionelle und finanzielle Unterstützung von Projekten zum langfristigen Erhalt der Flächen und Qualität sowie der Vernetzung von wertvollen, ansonsten vergandenden Kulturlandschaften
- Errichtung einer Stiftung zur Sicherstellung des langfristigen Unterhalts von anderweitigen Aufwertungs- und Revitalisierungsmassnahmen
Berner Methode als Bewertungsgrundlage: Die gemeinsam entwickelte Methode ermöglicht eine transparente Bewertung sowohl der mit dem jeweiligen Projekt verbundenen Eingriffen in die Natur und die Landschaft als auch des ökologischen und landschaftlichen Werts von möglichen Massnahmen und bildet ein wichtiges Instrument für die Festlegung von angemessenen Massnahmenpaketen.
Konstruktiver Dialog als Erfolgsfaktor: Der von der KWO initiierte «Grimsel-Dialog» zeigt, dass gemeinsame, tragfähige Lösungen zwischen Behörden, Verbände und Energieunternehmen möglich sind.
