Post

Alpha-1-Monat November

Alpha-1-Monat November

Source: Deutsche Nachrichten
Für Petra Netzel war vor ihrer Diagnose jeder Atemzug anstrengend. Eher zufällig wurde bei ihr ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel festgestellt: Die seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung schädigt Lunge und Leber, oft lange, bevor sie erkannt wird. Viele Betroffene entwickeln zunehmende Atemnot, chronischen Husten und die Belastbarkeit sinkt. Heilbar ist Alpha-1 bislang nicht. Mit Plasmaspenden lässt sich der Krankheitsverlauf aber deutlich verlangsamen und die Lebensqualität spürbar verbessern. Der November steht deshalb weltweit im Zeichen der Aufklärung: Er soll zeigen, wie wichtig frühzeitige Diagnose, Therapie und Plasmaspenden für die Betroffenen sind.

Für ihre lebensnotwendige Behandlung benötigt Petra Netzel rund 900 Plasmaspenden pro Jahr. „Das Plasma hilft, meine Krankheit aufzuhalten und gibt mir die Chance, länger zu leben“, erklärt sie.

Alpha-1-Antitrypsin ist ein körpereigenes Eiweiß, das die Lunge vor Entzündungen schützt. Fehlt es, führen chronische Entzündungen langfristig zur Zerstörung des Lungengewebes. Ein Mangel kann zu einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder zu Leberzirrhose führen.

Da Alpha-1-Antitrypsin nicht synthetisch hergestellt werden kann, sind Betroffene auf Medikamente angewiesen, die aus menschlichem Plasma gewonnen werden. Nur regelmäßige Plasmaspenden ermöglichen diese lebensnotwendige Therapie.

November steht im Zeichen der Aufklärung über Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Seit Petra Netzel einmal pro Woche mit einem aus Plasma gewonnenen Präparat behandelt wird, hat sie spürbar an Lebensqualität gewonnen. Durch die Substitutionstherapie mit Alpha-1-Antitrypsin aus menschlichem Plasma kann die Lungenfunktion stabilisiert werden.

Petra Netzel ist der Kontakt zu den Spenderinnen und Spendern besonders wichtig: „Ihre Plasmaspende ist lebensnotwendig – nicht nur für Alpha-1-Patienten, sondern auch für viele andere Menschen mit Immunerkrankungen.“

Nicht im Labor herstellbar: Nur Plasmaspenden ermöglichen Behandlung

„Alpha-1 ist selten, aber für Betroffene verändert die Diagnose das ganze Leben“, erklärt Dr. med. Barbara Baumann-Baretti, medizinische Direktorin bei Haema. „Viele Patientinnen und Patienten kämpfen über Jahre mit Atemnot, Erschöpfung und der Angst, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Plasmapräparate können diesen Menschen helfen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen.“

Haema engagiert sich seit Jahren für die Aufklärung rund um seltene Erkrankungen wie Alpha-1. Im Rahmen des jährlichen Alpha-1-Monats, der international von der Alpha-1 Global Initiative ausgerufen wird, informiert das Unternehmen über Krankheitsverlauf, Diagnostik und Therapieoptionen und ruft zur Plasmaspende auf.

Spenden können alle Personen ab 18 Jahren. Die Plasmaspende ist gut verträglich und dauert etwa 45 Minuten.

Gerne vermitteln wir den Kontakt zu Petra Netzel und ermöglichen ein persönliches Interview für Ihre Berichterstattung zum Alpha-1-Monat.

MIL OSI