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Stuart Wiggin: ​Mein Ansatz zielt nicht darauf ab, Spaltungen zu schaffen, sondern Brücken zu bauen

Stuart Wiggin: ​Mein Ansatz zielt nicht darauf ab, Spaltungen zu schaffen, sondern Brücken zu bauen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Am Nachmittag des 8. November fand in der Tong’an-Halle des Internationalen Internet-Ausstellungszentrums das Forum zum kulturellen Austausch und zur Entwicklung im Cyberspace im Rahmen des diesjährigen Weltinternetgipfels (WIC) in Wuzhen in der Provinz Zhejiang statt. 

Unter dem Motto „Vertiefung des kulturellen Austauschs im Cyberspace zur Förderung des Wohlstands und der Entwicklung der Weltkulturen” wird das Forum von der China International Communications Group (CICG) organisiert, während China.org.cn, Tencent und das Contemporary China and World Institute als Co-Veranstalter agieren. 

Das Forum zielt darauf ab, über den Cyberspaceneue Brücken für den Dialog zwischen den Kulturen zu bauen und neue Impulse für den Aufbau einer offeneren und integrativeren Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für den Cyberspace im digitalen Zeitalter zu geben.

Auf dem Forum diskutierten viele chinesische und internationale Experten über Wege zum Austausch und zur Entwicklung der Internetkultur. 

Stuart Wiggin, Video-Content-Ersteller, Preisträger des Friendship Envoy Award der zweiten Orchid Awards und Gewinner des zweiten Preises des China Journalism Award, teilte einige seiner Gedanken und Erfahrungen.  

Im Laufe der letzten Jahre ist er durch ganz China gereist und hat die vielen Facetten dieses Landes eingefangen – von Transport und Küche über ländliche Entwicklung und technologische Innovationen bis hin zum materiellen Kulturerbe. Aber er hat nicht nur beobachtet, sondern sich auch selbst eingebracht. Er hat gemeinsam mit Bauern an Projekten zur Armutsbekämpfung gearbeitet und die anspruchsvolle Ausbildung von Feuerwehrleuten und der nationalen Flaggenwache miterlebt.

Sein Ziel ist einfach: Er möchte China so zeigen, wie er es sehe – authentisch und objektiv. Wenn man davon spicht, „eine Schicksalsgemeinschaft im Cyberspace aufzubauen“, bedeutet das in seinem Bereich nicht nur, mehr Menschen mehr Inhalte zu bieten. Viel wichtiger ist es, positive und durchdachte Reaktionen auf diese Inhalte hervorzurufen.

„In der internationalen Kommunikation stehen wir oft vor einer Herausforderung: Ein Teil des Publikums neigt zu Negativität. Egal, welche Inhalte über China geteilt werden, sie reagieren kritisch – oft lautstark. Einige Content-Ersteller entscheiden sich dafür, direkt mit diesen Zuschauern zu diskutieren. Das ist ein Ansatz, aber reine Konfrontation ändert selten die Meinung. Persönlich bin ich der Meinung, dass dieses Publikum nicht im Mittelpunkt stehen sollte, denn es ist nicht offen für rationale Diskussionen. Wenn Ihr Ziel lediglich darin besteht, Klicks zu generieren, ist es einfach, Kontroversen und Konflikte zu schüren. Wenn Ihr Ziel jedoch darin bestehen sollte, Offenheit, Zusammenarbeit, Sicherheit und Inklusion zu fördern, sind die Maßstäbe für den Erfolg ganz andere“, betonte er.

„Wahrer Erfolg lässt sich meiner Meinung nach an der Reaktion des Publikums messen – daran, ob die Zuschauer neue Erkenntnisse gewinnen. Einige Zuschauer haben vielleicht vor dem Ansehen meiner Videos Vorurteile gegenüber China, aber danach erkennen sie vielleicht: ,China ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.’ Mein Ansatz zielt nicht darauf ab, Spaltungen zu schaffen, sondern Brücken zu bauen“, fügte er hinzu.

Der Video-Content-Ersteller erklärte: „es hat mich sehr ermutigt, dass viele ausländische Zuschauer kommentierten, dass meine Inhalte ihr Interesse an China geweckt, sie zu einer Reise inspiriert und ihnen eine neue Perspektive auf das Land gegeben hätten. Ich habe auch Feedback von vielen chinesischen Zuschauern erhalten, die durch meine ,ausländische Brille’ die Schönheit ihres Heimatlandes neu entdeckt haben. Diese Reaktionen bestärken mich in meiner Überzeugung, dass aufrichtiges Teilen Verständnis fördern, Barrieren abbauen und es verschiedenen Zivilisationen ermöglichen kann, durch gegenseitige Wertschätzung zusammenzuwachsen.“

Als Ausländer, der seit 18 Jahren in China lebt, empfindet er es als seine Verantwortung, Chinas Geschichten gut zu erzählen. Durch seine Arbeit möchte er weiterhin zu einer offenen, kooperativen Zukunft beitragen.

MIL OSI