Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China hat das „Light Public Housing“-Programm ins Leben gerufen. Es stellt Tausende bezahlbare Übergangswohnungen für Menschen bereit, die auf eine dauerhafte Mietwohnung warten – und das in Rekordzeit.
Laut Winnie Ho, der Wohnungsbauministerin der Sonderverwaltungszone, entspreche die Qualität der Wohnungen internationalen Standards. Dies sei auf Fabriken in Städten des Festlands innerhalb der Greater Bay Area (Guangdong-Hongkong-Macao) zurückzuführen.
„Als ich die Baustelle besuchte, während die Module noch mit dem Kran in den zehnten Stock gehoben wurden, konnte ich bereits bis zum sechsten Stock gehen. Alle Innenarbeiten waren zu diesem Zeitpunkt bereits fertig. Es war sehr sauber. Ich konnte die Baustelle in High Heels betreten. Das gelingt uns durch unsere modulare integrierte Bauweise. Wenn wir mit den Fundamentarbeiten vor Ort beginnen, kann die Fabrik gleichzeitig mit der Produktion starten. Sobald die Fundamente fertig sind, können die Module geliefert werden. So schaffen wir drei Tage pro Stockwerk“, erklärte Ho.
„Vor Ort müssen nur noch die Rohrleitungen, die elektrischen Anschlüsse und die Verkabelungen installiert werden, dann sind die Wohnungen bezugsfertig“, fügte die Ministerin hinzu. Der Bezug der Wohnungen habe bereits begonnen.
„Als ich die Light-Public-Housing-Anlage in Yuen Long besuchte, zeigte mir ein kleines Mädchen voller Stolz ihr neues Zuhause. Unterwegs deutete sie auf die Blumen, und ihr Lächeln war wirklich herzerwärmend“, berichtete Ho.
Das Ziel des gesamten Programms sei es, bis 2027 insgesamt 30.000 Wohneinheiten in 20 Hochhäusern bereitzustellen, so Ho.
Derzeit lebt rund ein Drittel der Bevölkerung Hongkongs in öffentlichem Wohnraum, doch der Weg dorthin ist lang. Gleichzeitig leben noch immer etwa 200.000 Menschen in abgeteilten Wohnungen, den berüchtigten „Coffin Homes“ (Sargwohnungen).
Die Regierung Hongkongs hat sich verpflichtet, diese bis 2049 zu beseitigen, so Ho.
„Die Wartezeit hat sich bereits um ein Jahr auf nun 5,1 Jahre verkürzt. Jede weitere Reduzierung wird schwer zu erreichen sein. Doch sobald die Light-Public-Housing-Wohnungen bezogen werden, sehen wir sofort die Wirkung. Wir bieten Menschen, die unter sehr schlechten Bedingungen leben, eine Alternative – und das zu extrem niedrigen Mieten. Das ist der erste Schritt, um das Problem der abgeteilten Wohnungen anzugehen“, sagte Ho.
Ho versprach neben bezahlbarem Wohnraum auch, die Gemeindedienstleistungen für die Bewohner zu verbessern, um eine bessere Lebensumgebung zu schaffen.
„Wir lernen, wie wir Menschen in schwierigen Situationen temporären, bezahlbaren Wohnraum bereitstellen und gleichzeitig die guten Dienstleistungen unserer NGOs integrieren können. Ich gehe davon aus, dass diese Familien zwei bis drei Jahre in den Light-Public-Housing-Wohnungen leben werden, bevor sie in regulären Wohnraum umziehen. In dieser Zeit sollen sie nicht nur einen besseren physischen Raum erhalten, sondern auch Fähigkeiten für ein besseres Familienleben erlernen und sich in die verschiedenen sozialen Dienste Hongkongs einbinden können. Diese zwei Jahre sind also nicht nur eine Frage des Wohnraums, sondern auch der sozialen Unterstützung für die Familien“, betonte sie.
