Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Ein traditioneller Wettbewerb für Wassermelonenlaternen mit Volkskunstthema ist am Samstag in der ostchinesischen Stadt Pinghu in der Provinz Zhejiang veranstaltet worden und lockte begeisterte Teilnehmer an, die dort ihre Kreativität unter Beweis stellten.
Mehr als 180 Teilnehmer aus dem ganzen Land kamen in die Historische Kulturstraße Nanhetou – ein malerisches Areal mit Brücken über fließendem Wasser und weißen Wänden mit schwarzen Ziegeln.
In traditioneller Tracht präsentierten Teilnehmer der Qiang-Minderheit aus dem Kreis Maoxian in der südwestchinesischen Provinz Sichuan unverwechselbare Entwürfe.
„Wir gehören zur Qiang-Minderheit aus dem Kreis Maoxian. Ich habe die Azaleenmuster von meinem Stoff auf diese Wassermelone übertragen“, sagte die Teilnehmerin Zheng Miao.
Mit nur einem Stift und einem Messer verwandelten die Teilnehmer gewöhnliche Wassermelonen in außergewöhnliche Laternen. Diese Kunstform, die Schnitzen, Kalligrafie und Malerei miteinander verbindet, wird in Pinghu, auch bekannt als Heimatstadt der Wassermelonen, seit mehr als 300 Jahren weitergegeben.
„Die Wassermelonen von Pinghu sind berühmt, und jedes Jahr finden hier große Veranstaltungen wie der Wassermelonen-Schnitzwettbewerb statt. Wir freuen uns, daran teilzunehmen“, sagte die lokale Teilnehmerin Lu Peixiu.
Jedes Jahr zeigt der Wettbewerb die Kreativität der Teilnehmer anhand der Muster, die sie in die Oberfläche der Wassermelonen einarbeiten. Die diesjährige Veranstaltung bot eine Vielfalt an Motiven, von traditionellen chinesischen Mustern mit Blumen und Vögeln über Figuren aus chinesischen Zeichentrickfilmen und Masken der chinesischen Oper bis hin zu Darstellungen nationaler Ereignisse wie der Militärparade am 3. September zum V-Day-Gedenken.
Darüber hinaus wurde eine Erlebniszone für Besucher eingerichtet, in der ein Erbe des traditionellen Wassermelonenlaternen-Handwerks vor Ort Anleitung gab.
Zhang Youcheng, ein Besucher aus dem Kreis Haiyan in der Provinz Zhejiang, sagte: „Ich bin ein Besucher von außerhalb Pinghus und wollte dieses berühmte Wassermelonenfest erleben. Eine solche traditionelle Volkssitte habe ich bisher noch nie gesehen. Es ist wirklich beeindruckend, dass diese Tradition hier so lebendig ist. Die Veranstaltung ist gut organisiert und ermöglicht vielen Menschen, daran teilzunehmen.“
Nach mehr als zwei Stunden Schnitzarbeit wurden über 30 Werke mit Preisen ausgezeichnet.
Als die Nacht hereinbrach, setzten Einwohner und Besucher die Wassermelonenlaternen auf den See und sprachen dabei ihre Wünsche aus
