Source: Switzerland – Canton Bern Government in German
Die Top-Leistung von Nati-Kapitänin Lia Wälti und ihrem Team an der EM im eigenen Land hat hohe Wellen geschlagen: Viele Mädchen möchten Fussball spielen und ihren Idolen nacheifern. Geeignete Fussballplätze sind jedoch bereits jetzt sehr stark ausgelastet. Es braucht mehr Platz, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Deshalb hat das Amt für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär des Kantons Bern ein Projekt zur temporären Umnutzung bestehender Aussenanlagen für den Fussballsport lanciert. Ziel ist es, Hartbelags- oder Handballplätze im Winter sowie Kunsteisbahnen im Sommer mit mobilen Kunstrasensystemen auszustatten, sodass Fussballtraining im Freien für Mädchen und Buben ganzjährig möglich wird.
«Diese neuen Fussballfelder sind mehr als nur Trainingsplätze: Sie stehen für Fortschritt, Chancengleichheit und den festen Willen, die Begeisterung für den Frauenfussball nachhaltig zu stärken», sagte Regierungsrat Philippe Müller anlässlich der Einweihung des ersten Rollrasenfelds auf dem Sportplatz Holenacker in Bern-Bethlehem. Mit dabei waren Ursina Anderegg, Gemeinderätin Stadt Bern, Franziska Schild, General Manager YB Frauen, die YB-Spielerinnen Géraldine Ess und Maria Jimenez und viele motivierte Kinder, die das neue Feld gleich für ein Training genutzt haben.
Zehn Gemeinden im Kanton Bern profitieren
Zwischen Herbst 2024 und Frühling 2025 führte das Kompetenzzentrum Sport einen Bewerbungsprozess durch. Dabei wurden zehn Gemeinden ausgewählt, die geeignete Flächen für Kunstrasenfelder bereitstellen und über die nötigen Mittel für Aufbau, Abbau und Pflege verfügen. Die zwölf mobilen Kunstrasenfelder gehen an die Gemeinden Bern, Heiligenschwendi, Huttwil, Jegenstorf, Köniz, Lyss, Kaufdorf, Saint-Imier, Schwanden bei Brienz und Valbirse, wobei in Bern und Köniz je zwei Felder ausgerollt werden. Die Felder werden bis spätestens Ende Oktober 2025 installiert.
Weitere Legacy Massnahmen im Kanton
Ab Mitte September werden zwölf solarbetriebene Ausleihstationen für Sportmaterial mit Schliessfächern in ausgewählten Gemeinden aufgebaut. Diese Stationen ermöglichen der Bevölkerung, flexibel und kostenlos Sportgeräte per App auszuleihen – ein niederschwelliges Angebot zur Förderung von Bewegung im Alltag. Ausserdem fördert der Kanton Bern gezielt mädchenspezifische Sportkurse mit finanzieller Unterstützung und engagiert sich für J+S-Ausbildungen für Frauen. Ziel ist es, mehr Frauen als Trainerinnen zu gewinnen, besonders in männerdominierten Sportarten. Zudem werden Workshops zu frauenspezifischen Themen durchgeführt, damit Themen wie Training, Ernährung und Erholung im Spitzensport auch im Breitensport Einzug halten.
