Source: Switzerland – Federal Administration in German
Bundesamt für Bauten und Logistik
Bern, 11.07.2024 – Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat ein ordentliches Baugesuch für den nächsten Ausbauschritt des Sammlungszentrums in Affoltern am Albis eingereicht. Der Erweiterungsbau beinhaltet hauptsächlich Depotflächen zur sicheren Aufbewahrung und Erhaltung beweglicher Kulturgüter.
Das Schweizerische Nationalmuseum pflegt unter dem Dach des Sammlungszentrums eine einzigartige Sammlung schweizerischen Kulturguts von der Urgeschichte bis in die Gegenwart. Es stellt die fachgerechte Aufbewahrung sowie die nachhaltige Konservierung und Forschung zu derzeit über 870’000 Objekten sicher und verfügt über eines der weltweit modernsten Kompetenz- und Dienstleistungszentren.
Das Sammlungszentrum ist heute auf die beiden Standorte an der Zeughausstrasse und an der Lindenmoosstrasse in Affoltern am Albis verteilt. Die Bauten an der Zeughausstrasse sind am Ende ihrer Lebensdauer. Mit der Erweiterung sollen sämtliche Sammlungsgüter an einem Standort an der Lindenmoosstrasse zusammengeführt werden. Damit können der steigende Flächenbedarf abgedeckt und die sicherheitstechnischen sowie konservatorischen Anforderungen erfüllt werden.
Der geplante Erweiterungsbau bildet architektonisch, organisatorisch und technisch eine Einheit mit den Bestandesbauten. Er verlängert zwei der bestehenden, zweigeschossigen Trakte und formt mit einem eingespannten eingeschossigen Gebäudeteil einen Innenhof. Der geschlossene und schützende Ausdruck der Fassade des Erweiterungsbaus wird zukunftsweisend mit Photovoltaik-Elementen versehen und macht das Gebäude weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern.
Der zweigeschossige Erweiterungsbau umfasst total 18’161 Quadratmeter Geschossfläche. Nebst den Depotflächen beinhaltet er Arbeitsräume für die Registrierung und Verpackung, Verwaltungsarbeitsplätze, Räumlichkeiten für Objektlogistik und Transport, den Quarantänebereich, Garagen sowie Diensträume der Areallogistik. Im Untergeschoss befinden sich weitere Depoträume mit speziellen Anforderungen an klimatische Verhältnisse.
Dem Aussenraum wird eine grosse ökologische Bedeutung beigemessen. Die umgebenden Flächen werden mit einem hohen Anspruch an die Nachhaltigkeit betreffend Wasserhaushalt, Biodiversität und Ressourcenschonung ausgestaltet.
Die Projektierung erfolgt anhand dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS und den Label Minergie A-ECO sowie GI «Gutes Innenraumklima». Die Zertifizierung wird angestrebt.
Das Projekt wird von Zimmermann Sutter Architekten AG in Zürich umgesetzt. Sie konnten im Architekturwettbewerb im Jahr 2014 mit dem Siegerprojekt «mimikry» die Jury überzeugen.
Mit der Immobilienbotschaft 2024 beantragt der Bundesrat beim Parlament einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 92.4 Millionen Franken für das Bauvorhaben.
Der Baubeginn ist Ende 2026 und die Inbetriebnahme 2030 vorgesehen.
Adresse für Rückfragen
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