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Internationale Arbeitskonferenz und Forum zur Globalen Koalition für soziale Gerechtigkeit

Internationale Arbeitskonferenz und Forum zur Globalen Koalition für soziale Gerechtigkeit

Source: Switzerland – Federal Council in German

Bern, 15.06.2024 – Die 112. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz (IAK) ging am 14. Juni 2024 in Genf zu Ende. Die Schweiz nahm an den Verhandlungen über ein Instrument zum Schutz vor biologischen Gefahren teil. Ausserdem beteiligte sie sich am ersten Forum zur Globalen Koalition über soziale Gerechtigkeit, bei dem der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva den Co-Vorsitz hatte

Die Schweiz ist zufrieden mit dem Beschluss der IAK zur Aufhebung von vier veralteten Übereinkommen. Damit wird das Normenwerk der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zwar reduziert, ist dafür aber wirksamer und aktueller.

Im Rahmen des ersten Forums zur Globalen Koalition für soziale Gerechtigkeit hat die Schweiz auf die Wahrung der Kohärenz der Wirtschafts- und Sozialpolitiken bestanden.

Die Schweiz hat ebenfalls an den Verhandlungen für ein neues Übereinkommen und eine neue Empfehlung zum Schutz vor biologischen Gefahren teilgenommen. In diesem Zusammenhang setzte sie sich für die Wahrung der Kohärenz mit den Instrumenten der Weltgesundheitsorganisation und den Kernübereinkommen der IAO im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz ein. Damit ist der Grundstein für neue Instrumente gelegt. Die bestehenden Differenzen dürften anlässlich der zweiten Diskussion an der IAK 2025 bereinigt werden.

Im Ausschuss für die Durchführung der Übereinkommen der IAO, der Länderfälle mit Blick auf die Anwendung der Übereinkommen und Empfehlungen behandelte, äusserte sich die Schweiz zu Fällen betreffend Kinderarbeit, Verstössen gegen die Gewerkschaftsfreiheit, die Arbeitsaufsicht und die Abschaffung der Zwangsarbeit. Ausserdem beteiligte sie sich an der wiederkehrenden Diskussion über das strategische Ziel der grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sowie an der allgemeinen Diskussion über menschenwürdige Arbeit und die Pflege- und Betreuungswirtschaft.

Die Schweizer Delegation nutzte die Konferenz auch, um diverse hochrangige bilaterale Treffen zu organisieren. So fand am 11. Juni 2024 der erste hochrangige Dialog zwischen der Schweiz und Moldau zu Beschäftigungs- und Arbeitsfragen statt.


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