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Bevölkerung der jungsteinzeitlichen Siedlungen am Bielersee war sehr mobil

Bevölkerung der jungsteinzeitlichen Siedlungen am Bielersee war sehr mobil

Source: Switzerland – Canton Bern Government in German

Die geborgenen Funde aus Keramik, Stein, Knochen und organischem Material geben spannende Einblicke in das alltägliche Leben der Siedlungsgemeinschaften in der ersten Hälfte des vierten Jahrtausends vor Christus. Innovative Untersuchungen – unter anderem zur Herstellungstechnik von Keramikgefässen und Werkzeugen sowie zur Herkunft des Rohmaterials – und der Vergleich mit anderen Fundstellen erbrachten neue Erkenntnisse. So zeigen die Funde, dass die Menschen in der Jungsteinzeit sehr mobil waren und weitreichende Kontaktnetze in verschiedene Himmelsrichtungen pflegten. Menschen aus Ostfrankreich und der Region Elsass zogen in die Siedlungen am Bielersee und töpferten dort ihre Gefässe. Werkzeuge aus Feuerstein aus entfernten Regionen wie Südfrankreich, dem Pariser Becken, Polen, Dänemark und Ungarn sowie Steinbeilklingen aus den Vogesen und den italienischen Alpen belegen weitreichende Kontaktnetze.

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