Mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche machten mit

By   /  June 3, 2020  /  Comments Off on Mehr als 1.500 Kinder und Jugendliche machten mit

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Source: Koerber StiftungVon Sachtext bis Comic
Von zwei bis 21 Jahren, von Einzelprojekt bis digitaler Klassenarbeit, von Sachtext bis Comic – die Teilnahme an der Mitmach-Aktion ist sehr vielfältig verlaufen. Angelehnt an das das Prinzip des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, der seit fast 50 Jahren von der Körber-Stiftung ausgeschrieben wird, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein eigenes Beispiel, eine Erinnerung, ein Fundstück, ein eindrückliches Erlebnis oder Gespräch ausgewählt, das zeigt, wie sich die Corona-Krise auf die eigene Familie oder die Region auswirkt.
Beispiele aus dem (Familien)-Leben wurden dabei von vielen Teilnehmenden aufgegriffen. Sie berichten beispielsweise über die negativen Auswirkungen auf die Wohnsituation und die Sorge um die Großeltern, aber auch von kreativen Formen des digitalen Treffens in Zeiten von Social-Distancing. Alltagsveränderungen machten viele Teilnehmende auch am Beispiel von Freizeit, Sport und Religion fest. Besonders viele Einsendungen beschäftigen sich mit konkreten Maßnahmen in der Corona-Krise und deren Folgen für das Zusammenleben sowie den Veränderungen im Schulalltag.
Formen von Solidarität in der Corona-Krise
Nicht zuletzt motivierte die Teilnehmenden auch, sich mit Formen von Solidarität in der Corona-Krise zu beschäftigen, politische Entscheidungen und die mediale Berichterstattung zu beobachten sowie das eigene Verhalten zu reflektieren und dabei einen Ausblick in die Zukunft zu wagen, auch über das Corona-Virus hinaus. Die Jugendlichen plädieren dafür, dass neue Formen des solidarischen Miteinanders auch zukünftig gelebt und gepflegt werden und es mehr Anerkennung für soziale Berufe geben sollte.
Beiträge aus allen Bundesländern
Aus allen Bundesländern haben sich Kinder und Jugendliche an der Mitmach-Aktion beteiligt; die stärkste Beteiligung verzeichnen Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Hessen. Knapp die Hälfte der Teilnehmenden sind zwischen 12 und 17 Jahre alt, die jüngste Teilnehmerin ist zwei Jahre alt. Unter den Einsendungen befinden sich auch rund 100 Gruppenbeiträge, die beispielsweise als digitales Klassenprojekt erarbeitet wurden.  Auch aus dem Ausland haben sich junge Menschen beteiligt, wie zum Beispiel aus Japan, Polen, Portugal, Italien, Neuseeland oder Ägypten.
Kreative Zugänge waren sehr beliebt
Die Mehrheit der Einsendungen besteht aus schriftlichen Texten (40 Prozent), darunter verfassten rund sieben Prozent der Teilnehmenden Tagebucheinträge, um auf diese Art persönliche Eindrücke festzuhalten und Entwicklungen zu reflektieren. Aber auch kreative Zugänge wie Filme und Podcasts waren bei den Teilnehmenden sehr beliebt (15 Prozent). Andere bereiteten ihre Erfahrungsberichte in Form von Comics, Foto-Collagen oder Zeichnungen auf.
»Wir sind überwältigt von der großen Resonanz. Es ist wichtig, dass auch Kinder und Jugendliche in Zeiten der Corona-Krise eine Stimme bekommen, deshalb freuen wir uns sehr, dass so viele junge Menschen dem Aufruf gefolgt sind«, so Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik der Körber-Stiftung.
Alle eingereichten Beiträge gehen in das coronarchiv über. Zudem lobt die Körber-Stiftung 50 Buchpreise für die besten Einsendungen aus und stellt die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Themen vor; Ende Juni werden die Ergebnisse bekanntgegeben.
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MIL OSI

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